Mutter und Tochter auf Etappenfahrt Donnerstag, Aug 25 2016 

Seit einiger Zeit hat auch die Tochter Spaß am Rennradfahren. Seit einem knappen Monat ist sie auch in unserem Verein, und wir haben sie stressfrei auf das Jahresevent des Vereins vorbereitet. Urlaub mal anders: Letzte Woche ging es auf „Etappenfahrt“. Das bedeutet, man muss sich um nichts kümmern – nur Radfahren und das nahezu den ganzen Tag. Kleidung und Proviant wird von Herberge zu Herberge transportiert und unterwegs beim Stop wird man mit Nahrung versorgt.

Tag 1: Bergisch Gladbach (Refrath) – Brüggen: 123 Kilometer

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Das Wetter war prima, die Strecke sehr flach, so dass wir ohne Anstrenung abends an der Jugendherberge ankamen. Dort hatte man leider nur mit 24 Gästen, nicht mit 24 Radfahrern gerechnet, so dass wir nicht hungrig, aber dennoch nicht wirklich satt zu Bett gingen.
Tasche auspacken, Bett beziehen – so ist das in Jugendherbergen. Dafür ist es günstig. Man kann jedoch nicht alles haben, so musste man auf W-Lan und Handyempfang verzichten. Geschlafen habe ich auch nicht gut, wahrscheinlich schlafe ich generell nicht gut, wenn ich nicht zu Hause bin. Kleines Heimscheisserchen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es um halb 10 dann – nach Tasche einpacken und Bett abziehen – weiter:

Tag 2: Brüggen – Kleve: 96 Kilometer

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Auch am zweiten Tag spielte das Wetter mit und die 96 Kilometer, teilweise durch die Niederlande, rollten im Nu unter uns vorbei. Was die erste Jugendherberge vermissen ließ machte die zweite wieder wett: Ein helles Haus hoch oben auf einem Berge *ächz, kleine Bergwertung zum Schluss* inklusive Internet, Telefonempfang und schöner Umlage. Das Essen war deutlich besser, steigerte sich auch der Appetit ins unermessliche vom Radeln.

Tag 3: Radfrei

Zunächst gab es ausgiebiges Dehnen und Streching nach dem Frühstück, mit anschließendem Yoga. Die Räder wurden zerlegt, geputzt und wieder zusammengebaut. Ich staune, was Kinder schon so alles drauf haben, ich brauche dabei nämlich Hilfe, ich kann ja nicht alles können🙂
Nachmittags war ein Teamevent gebucht. Für das Vertrauen in der Gruppe und das „sich verlassen können“. Ja, da bin ich über meine Grenzen gegangen und das Krafttraining hat sich ausgezahlt. Wir durften durch hängende Trecker-Reifen klettern und über Baumseile uns hangeln. Ich wollte kneifen, habs aber doch geschafft, Juchu.

Tag 4: Kleve – Essen: 131 Kilometer

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Das Wetter war kühl und windig. Es konnte jeden Moment anfangen zu regnen. Nun denn, aufgeben gilt nicht, also los. Wir hatten wahnsinniges Glück: Erst nach Kilometer 120 wurden wir nass, dafür pitschnass und zwar in 10 Sekunden. Auch diese Jugendherberge lag auf einem Hügel. Die längste Etappe haben fast alle geschafft. Die kleinsten konnten die ein oder andere Teilstrecke im Begleitbus zurücklegen. Nun denn – wieder Betten beziehen und Klamotten umschichten. Das Essen war hervorragend, die Beste Jugendherberge bisher. Bislang war ich mit 5 Mädels zwischen 10 und 17 (inkl. meiner Tochter) auf einem Zimmer, nun hatten Maja und ich ein eigens Zimmer mit Bad – Der Himmel auf Erden. Bis spät in den Abend sassen die „großen“ und tranken den ein oder anderen Schluck. Morgen gehts (endlich) wieder heimwärts.

Tag 5: Essen – Bergisch Gladbach (Refrath): 103 Kilometer

Hatte mein Gatte uns am ersten Tag die ersten 80 Kilometer mit dem Rennrad begleitet, waren wir die übrigen Tage auf uns allein bzw. alle anderen gestellt. Am Heimreisetag klopfte es nach dem Frühstück energisch an unserer Zimmertüre. Huch? Ich brauchte ein paar Sekunden, bis ich es gerafft habe: Der Gatte hatte sich morgens mit dem Rennrad aufgemacht um uns zu überraschen. Das ist ihm gelungen. Ich hab mich riesig gefreut. Er fuhr dann mit uns gemeinsam die letzte Etappe. Die hatte es auch in sich: Das Wetter war zum Kotzen, die ersten 60 Kilometer Dauerregen und Wind. Da sah man wenigstens die Tränen der Verzweiflung nicht. Regen bringt mich an die Grenzen. Ich hab gedacht ich schaffe es nicht. Aber irgendwann hörte der Regen auf und man trocknete mit und mit. Die Vorfreude auf zu Hause ließ uns einfach weiterfahren. Maja legte eine kurze Teilstrecke im Bus zurück. Die hatte es gut, wir Erwachsenen durften das natürlich nicht….:-/

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Irgendwann sah man heimische Schilder, die letzte Verpflegung in Leverkusen, die Sonne kam raus. Das Schietwetter glaubte uns fast keiner, als wir bei strahlendem Sonnenschein in Referath an der Zielgeraden einrollten.

Eine tolle Fahrt. Noch nie habe ich in 5 Tagen so viel gegessen🙂

Nach 2 faulen Tagen auf dem Sofa bin ich heute morgen zum ersten Mal wieder auf dem Rad gesessen zum Einkaufen. Mir geht es richtig gut. Scheissegal was die Waage sagt. Die Beine wollen bald weiterfahren…..Und ich bin richtig stolz. Auf mich und natürlich auch auf meine Tochter. Wir sind ein richtig gutes Team.

Schnitterfest – und Cut! Dienstag, Aug 9 2016 

Das erste Erntefest ist vorüber, die Schnitterin war da.

Und wie das Jahr gerade über dem Zenit eine kleine Weile innehält, um dann mit Volldampf weiter in die dunkle Jahreszeit zu rauschen – ich denke da auch immer an die Karte – so macht auch der Sommer gerade eine Pause. Wir spüren dass der Herbst kommen wird, jedoch am liebsten noch nicht jetzt!
Viele Sommertage hat es bislang noch nicht gegeben, gleichwohl kann die erste Ernte eingefahren werden. Und mal wieder resumieren: Wo stehe ich, bin ich zufrieden, ist alles im Fluss? Was muss korrigiert werden? Stimmt die Richtung? Was ist zuviel?

Mabon16

Ein deutlicher Richtungswechsel in meinem Alltag steht an. Mal wieder ist es vorbei für mich bei einer Arbeitsstelle, nicht durch mein Wirken, nein. Die Zeit ist einfach vorbei – wahrscheinlich wird die Kanzlei geschlossen. Sollte es tatsächlich so sein dass ich nun mal ein Weilchen zum Innehalten im Alltag geschenkt bekomme? Vor dem letzten Wechsel hatte ich es mir gewünscht. Aber auch das ist nun fast 2 Jahre her…. Jedoch die Zeit im Jahresrad des Richtungswechsels ist fast identisch.

Ich bin nicht traurig. Ich bin zuversichtlich, dann wieder Arbeit zu finden, wenn es soweit ist. Gedanken und Wünsche keimten schon vor Wochen auf, wer weiß, vielleicht wurde ihnen einfach Platz gemacht. Und ich lasse sie nun einfach gelassen Reifen.

Beeren

Ich bin dankbar für das was ist, dankbar für all das was sein konnte bereits diesen Sommer. Meine Mama ist 80 Jahre geworden. Das schafft nicht jede. Schon gar nicht, wenn man mehrmals im Leben von Krebs heimgesucht wird. Aber sie macht tapfer weiter. Es wird immer schwieriger, aber es ist noch! Und das zählt.
Wir sind gesund, der Alltag kann weiterfliessen, möglichst stressfrei, und ich hoffe mit genug Zuversicht und Geborgenheit, dass all das noch so lange weiter bleiben kann.

Habt eine schöne Erntezeit!

Den Traum vom schönsten Rock der Welt….. Donnerstag, Jul 28 2016 

..träumte ich schon einige Zeit. Ich glaube sogar es war März, als ich mir den Stoff bestellt hatte, nachdem ich ihn irgendwann im Winter gefunden hatte. Mir war sofort klar, im Juli muss er fertig sein, also noch viel Zeit. Mitte Juli wurde es dann nun wirklich Zeit, aber den Tag muss Frau erstmal übrig haben, denn dass das nicht in zwei Stunden erledigt war, dämmerte mir allein aus Erinnerungsfetzen von früheren Nähzeiten….
Also nach dem späten Frühstück losgelegt. Ja – ich hatte ja die Nähmaschine outgesourced, aber so ganz alleine wollte ich dann doch nicht in der Mansarde schaffen, und Platz hab ich dort auch nicht wirklich, um den Schnitt zu Stoff zu bringen, also wurde die Maschine kurzerhand runtergeholt und ich breitete mich im Flur aus.

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Den Schnitt hatte ich mir im hiesigen Handarbeitsshop ausgesucht, es war ein „leichter“. Wird schon schiefgehen. Schnell war jedoch klar, ich bin viel zu dick, um überhaupt da rein zu passen. Hallo gehts noch? Ich war relativ fassungslos, aber nach dem ein oder anderen Kaffee hab ich es dann doch gewagt, den Schnitt einfach ein wenig auf mich anzupassen. Ein Zentimeter hier, ein Zentimeter da, wird schon passen.

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Die Taschen natürlich erst einmal richtig herum – also falsch, aber sie sollten schon sein, und die sogenannten Kellerfalten waren für meinen Geschmack wirklich eine Herausforderung. Aber mit ein wenig Hilfe hab ich es hinbekommen, und irgendwann am Abend war er fertig:

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Man sieht es kaum, aber er hat Seitentaschen, und einen aufgenähten Bund mit eingebügeltem (!) Bundflies, und die Kellerfalten *beton* .. Kurzum das Ding war richtig richtig Arbeit.
Er durfte sich erstmal 2 Wochen aushängen, einen Deibel wollt ich tun und ihn waschen….
Er fällt und fliegt richtig gut und braucht keinen Petticoat. War mir auf dem Schnitt gar nicht aufgefallen, aber vielleicht liegt darin auch der Zauber des Selber-Nähens: Schauen was dann draus wird! Vielleicht ist es ja auch ein Schnitt aus den 50-igern neu verkauft, wer weiß das schon….
Dann hatte er endlich seinen Auftritt: An Tag 2 des diesjährigen Amphi-Festival.

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Es war übrigens richtig richtig klasse wie schon länger nicht mehr. Viele alte, ganz alte Bekannte getroffen, richtig viel Spaß gehabt, zwei ganze Tage einfach nur ausgelassen gefeiert und gelacht in der Dunkelwelt – I love it.

Amphi2016

Ride for your Cookies… Dienstag, Jul 12 2016 

Las ich neulich. Nun, genau das hätte auch das Motto des letzten Samstags sein können. Endlich wurde das Wetter trockener, so dass wir wieder regelmäßig aufs Rrad steigen können. Samstag in aller Frühe ging es erstmal mit dem Auto los – gen Sauerland. Der Hochsauerlandklassiker hatte uns letztes Jahr so gut gefallen, wenn es auch etwas stressiger aufgrund äußerer Umstände war. Umso schöner war die Tour am Samstag. Am kahlen Asten angekommen, erwartete uns Verpflegung der ganz besonderen Art:

Cokie

und

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Wir haben hemmungslos zugeschlagen, schließlich wartete die zweite Hälfte der rund 1.900 Höhenmeter im Anschluß daran noch auf uns.

Durch wunderschöne Täler auf zauberhafte Hügel ging es 115 Kilometer quer durch das Sauerland. Ja, es ist wahrlich schön. Das Wetter war perfekt, angenehm wenig bis kaum Autoverkehr, so dass wir es richtig genießen konnten.

Sauerland

Im Anschluß daran ließen wir uns lecker begrillen und fuhren erst ganz am Ende eines wunderschönen Sommertages wieder Heim.

Kirsche

Sonntag war dann erstmal ausschlafen angesagt!

Second Time – abgekupferter Schokogenuss Donnerstag, Jul 7 2016 

Bereits zum zweiten Mal hab ich nun das Genuss-Rezept ausprobiert, welches HIER genau vorgestellt und beschrieben wird.

Schokomousse

Ruck zuck zusammengerührt und rasch in Gläser verschlossen, diesmal die doppelte Portion. Ich habe wiederum keine saure Sahne, sondern Schmand verwendet, wenn schon denn schon.

Schokomousse2

Und dank des Tipps, wo ich die zauberhaften Beschrifterlinge finde, ist es nun auch das Glück im Glas – perfekt für das Abschiedsfrühstück in der Schule!

Mittsommer … eine kleine Nachlese Donnerstag, Jun 30 2016 

Schwupps ist sie da, die Sonnenwende, und war doch gerade erst Frühling. Wirklich Sommer haben wir noch nicht, es regnet für meinen Geschmack viel zu viel und ein trockener Tag ist eher selten.

Kornblume

So gehen die Wochen dahin und 2016 ist schon zur Hälfte vorbei. Mal resumieren? Mir geht es wunderbar. Ich habe langsam aber sicher alle Dämonen der Vergangenheit besiegt, mir mit meinem selbst bestimmten Alltag hier zu Hause ein Paradies erschaffen. Neue Leute kennengelernt und ab und an Kontakte, das Radeln, Joggen, überhaupt der Sport und die Liebe machen mich zu einem zufriedenen Menschen.

Hummel

Ab und an kommen schwarze Wolken, in denen man nicht nur positiv zu denken schafft, denn es passiert so viel Grausames in der Welt. Aber wir machen uns doch unsere eigene, in dem wir Tag für Tag durch unsere Gedanken die Zukunft ein wenig spinnen, Vorhaben und Aktivitäten planen und ab und an – leider viel zu selten – auch mal eine Auszeit zu nehmen.

Strandkorb4

Ja ich habe auch mal an mich gedacht. Das Fasten habe ich nun noch einmal durchgezogen, dieses Mal waren es ganze 6 Tage. Der Geist ist dann richtig wach und beflügelt und ich kann mich vor Endorphinen gar nicht retten, das muss und will ich auch gar nicht.

Make-a-wish

Die schönsten Erinnerungen aus der Vergangenheit und die Gegenwart mischen sich im Bewusstsein und die Gefühle sind einfach gerade wunderbar. Ich spüre den Jahreskreis und sehe der Zeit irgendwie zu. Ist das ein Blues?

Leider bleibt die ein oder andere Sache auf der Strecke und ich hab sogar einen Geburtstag verpasst, den ich mir eigentlich gemerkt haben wollte *zu Tricia rüberschiel*
Aber so ist es nun mal. Immer alles geht nicht. Irgendwas könnte immer noch….

Hortensie

So bin ich mit meinem Leben gerade rundum zufrieden, glücklich und vor allen Dingen dankbar für die Gesundheit und die Aktivitäten, die schönen Momente und die Liebe. Ein wenig sentimental, aber auch das darf sein, bei einem Resume´ zum Jahreskreisfest.

Ich wünsche mir und natürlich auch Euch einen schönen Sommer, viel Gesundheit, Ausgelassenheit und Unbeschwertheit.

Mittsommergrüße an Euch alle!

Kasteiung, Askese und Selbstdisziplin Montag, Jun 13 2016 

…bestimmten die letzten Tage in meinem Leben. Die letzten Jahre habe ich mich als sehr ergeizig und perfektionistisch entwickelt und es fällt mir nicht gerade leicht, mal alle fünfe gerade sein zu lassen. So wurmte mich auch ein Blutwert, den ich letzten Dezember gesagt bekam. Es war der Cholesterin, weit überhöht, und so begann ich also, auf viele schöne und auch leckere Dinge in meinem Leben zu verzichten. Nicht, dass die Ernährungsumstellung und das immense Resultat des Gewichtsverlustes das Gleiche bereits mit sich gebracht hätte, nein, es musste nun noch mehr sein. Käse – höchstens eine Scheibe mal am Wochenende. Ansonsten pflanzliche Brotaufstriche. Wenn man auf Kohlehydrate verzichten möchte, muss man da schon suchen, aber ich fand ihn, den für mich perfekten Aufstrich, nämlich einen mit 67% Gemüseanteil, Marke „Hofgemxxxe“ – die Sorten ein Traum.

Roserot

Allen Aussagen zum trotz, man könne den Cholesterinwert durch Ernährung kaum beeinflussen hielt ich mich strickt daran. Kein Käse, nur mageren Jogurt und Quark, und auch kein fettiges Fleisch und nur noch gute Öle. Rapsöl schmeckt mir sogar in der Pfanne ganz gut und ich finde es eignet sich ideal, um Gemüse zu braten. Für Fisch nahm ich Olive, und nur für Fleisch ab und an Sonnenblume, aber doch meist Raps.

So gingen die Monate dahin und ich dachte gar nicht mehr an meinen Cholesterinwert. Aber die Umstellung blieb, denn die Brotaufstriche waren wirklich lecker. Und dem frischen Atem zum trotz habe ich auch seit einigen Monaten angefangen, viel frische rote Zwiebeln auf den Aufstrich zu streuen – das muss man als Gegenüber schon aushalten…🙂

Letzten Monat dann bekam ich einen ganz heißen Tipp von einem Fitnesstrainer und Reha- und Sporttherapeuten meines Vertrauens zur effizienten Gewichts- und insbesondere Fettreduzierung im Körper.
So gab es für mich fünf ganze Tage und Nächte außer stillem Wasser nur dies hier:

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Und das alle 90 Minuten. Dadurch ist nämlich der Körper mit allem versorgt was er zum Leben und zum Sport benötigt – und zwar nur damit. Nichts muss ausgeschieden werden. Die Bauchspeicheldrüse hat Pause, denn sie muss kein Insulin mehr produzieren. Die Leber holt sich das notwendige Fett aus den hartnäckigen Reserven im Körper und wandelt dies um, so dass man unverzüglich in der Fettverbrennung sich befindet. Sport ist daher eigentlich nicht notwendig, um abzunehmen, dient daher als zusätzlichen Verbraucher, ein Bonus sozusagen.

Ja, die ersten zwei Tage waren schon hart. Man lebt zwar völlig wach und ist leistungsstärker als mit normaler Nahrung, aber der Genuss kommt leider vollkommen zu kurz. Kein Teechen, kein Kaffee zwischendurch, nichts. Nur stilles Wasser. Und die Gedanken kreisen schon ziemlich ums Essen, man merkt sonst gar nicht, wie es den Alltag bestimmt. Muss man keine Familie versorgen, hat man echt viel mehr Zeit. Aber niemals vergessen, eine Flasche stilles Wasser dabei zu haben, denn nicht überall ist Leitungswasser genießbar und Kohlensäure ist auch ein „no go“. Tag 3 hätte ich einen Mord begangen, als ich das Kaugummmi eines Vereinskollegen vor der Radfahrt roch – so skurile Dinge passieren…
Aber ich es letzten Endes geschafft und in 4 Tagen waren 3 Kilo wirklich verbrannt. Es hat mir total gut getan und ich werde das definitiv wieder machen. Am liebsten einmal im Monat, aber es hat natürlich auch alles seinen Preis. Und die Familie wollte ja weiterhin versorgt werden und nicht nur aus der Pommesbude leben, das habe ich auch durchgezgen, waren ja nur ein paar Tage…..
Mental kam ich schon wirklich an meine Grenzen, aber das Ziel (Tag x darf ich wieder Kaffee trinken, Essen, genießen) immer vor Augen ist es dann doch im Nachhinein wirklich auszuhalten.

Und zwei Tage wieder im normalen „Genussleben“ zurück, gabs dann schnelles Internet – so wars zumindest bestellt!
Denkste.
Erstmal gar nix, und das fünf Tage.
Auch kein Telefon. Mann, ist das komisch. Alles auf einmal wäre irgendwie nicht schlimmer gewesen.

Strandkorb4

Aber die „Quälerei“ des Käseverzichts etc seit Dezember hat sich ebenfalls gelohnt: Der (böse) Cholesterinwert ist um satte 67 (!) Einheiten gesunken. Ich habe nun auch noch einen Top Cholesterinwert. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob nicht die Fatburner-Riegel auch einen Beitrag dazu beigetragen haben – wie dem auch sei:
Das Quälen hat sich gelohnt.

Und nun lebe ich wieder voll im Genuss!
Gewiss, dass ich selbst es in der Hand hatte.

Seid lieb gegrüßt und genießt jede trockene Minute, sie sind diesen Sommer offensichtlich rar!

Grüße vom Japantag! Montag, Mai 23 2016 

Kö

Schon lange vom Töchterlein gewünscht, war es Samstag endlich soweit: Mit der Bahn und einer Freundin der Tochter im Schlepptau ging es zum diesjährigen Japan-Tag nach Düsseldorf. Ich wusste nicht wirklich, was mich erwartete, aber versprochen ist versprochen!
Vorbei an der Kö…..

Düssel

Über zauberhafte verwunschene Brücken…..

links

Pilgerten wir zum Rheinufer. Und wir waren nicht allein. Tausende von Menschen hatten die gleiche Idee. Die Stadt war eine Party. Am Rheinufer einmal nach links geschaut…

rechts

und einmal nach rechts. Wir mittendrin im Getümmel.

Reifrock

Darbietungen und Vorstellungen haben wir kaum gesehen. Ein Kostümwettbewerb, den man kaum verstand und einen Schwertkampf haben wir mitbekommen. Zum Glück gab es ein großes Altbier in der Sonne! Bereitwillig liessen sich Damen fotografieren…
Das Töchterlein selbst ging natürlich als Hatsune Miku. Ihre Freundin war ein Charakter aus „Sailor Moon“.

Treehug

Außer „free hugs“ hab es auch „tree hugs“…
Nach 6 Stunden „Latscherei“ in der Hitze pilgerten wir wieder nach Hause, die Füsse trugen uns so grade noch. Die Mädels jedoch waren glücklich. Einiges an Taschengeld ärmer, aber eine übergrosse Manga-Katze und eine neue Perücke reicher – Mission erfüllt!

Unser Leben im Mai.. Donnerstag, Mai 12 2016 

Mitten im Leben – mitten im Mai stehen wir bereits. Die Wochen vergehen wie im Fluge. Lang hat es gedauert, bis der Frühling Einzug nahm, aber nun tobt er da draußen – und wir gleich mit.

Löwenzahnfeld

Nichts passiert – und das ist auch gut so. Wir leben in vollen Zügen vor uns hin. Nicht oberflächlich, aber mal bewusst unbeschwert! Denn es ist schon anstrengend, wenn man mit den Jahren die Leichtigkeit verliert, weil man tiefsinniger wird und mehr fühlt und denkt. Es sich zu Nutze machen. Es gibt auch Negatives, aber ich versuche dem nicht soviel Gewicht zu geben. Auf die schönen Dinge freuen und sie auskosten!

Vieles will ich tun, aber ich nehme mir nichts vor, dann schaffe ich viel mehr. Nur kein Druck heisst die Devise. An einem bewegten Freitag voller Leben zu Vollmond erntete ich eine grosse Papiertüte voller Löwenzahnblüten, um Gelee herzustellen. Das Rezept gab es hier schon einmal, aber ich finde es leider nicht. Es ist ganz einfach, braucht einfach nur etwas Zeit. Wenn jemand mag, ich suche es gerne heraus. Über 20 Gläser habe ich dieses Jahr gemacht, denn 2 Jahre bin ich nicht dazu gekommen. Nicht jedes Jahr muss ich alles machen. Das, was passt und was ich schaffe🙂
Es schmeckt herrlich nach Frühling und Sonne, am liebsten auf Quark.

Dann noch so wichtige Dinge wie Strandkorb einweihen:

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Dazu liebe Menschen einfach auf ein Bier dabei haben, so schmeckt das Leben im Mai. Zum Grillen eingeladen und einen leckeren zufällig veganen Spinat-Spargel-Salat zum zweiten Mal schon ausprobiert, natürlich ohne Vorankündigung und ohne Bild, also kann ich mir das Rezept auch bis zum nächsten Mal sparen.

Die ersten 130 Kilometer an einem Tag auf 2 dünnen Rädern zurücklegen und hinterher K.O. und glücklich sein, entfernte Biergärten entdecken:

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Längst überfällig: Spagetti aus Gemüse ausprobieren…

Zucchinispagetti

Gewöhnungsbedürftig sind sie schon, aber ich nehme sie gerne an, meine kohlehydratarme Alternative zu Spagetti – so muss ich wenigstens auf die leckeren Saucen der anderen nicht verzichten🙂
Aber ganz zufrieden mit dem neu angeschafften „Gerät“ in der Küche bin ich nicht, nach dem dritten Mal ging irgendwie nichts mehr. Vielleicht lag es auch daran, dass es gelbe Zucchini waren und reifer, es wurde eine richtige Patsche. Die Reinigung ist auch schwierig. Ich gebe „den grünen“ dieser Tage noch eine Chance, ansonsten fliegt das neue Küchengerät, und zwar direkt zurück zum Hersteller, weil B-Ware.

Spitzkohl habe ich auch mal ausprobiert, und zwar aus dem Ofen mit Lachs in einer Frischkäse-Kräutersauce – meeegalecker.

Spitzkohl-Lachs

(Wo sind auf dem Bild die Nudeln? Nicht vorhanden. Die Lieben bekamen Bratkartoffeln dazu…) Hat jemand Lust auf das Rezept?

Ja, so geht er hin der Mai. Und ich habe noch nicht einmal reingetanzt. Aber was solls, tanze ich einfach weiter durchs Leben!

20 Eier, 2 Stück Käse…… und einen Strandkorb bitte! Dienstag, Apr 26 2016 

So in etwa lautete meine Bestellung vor 1,5 Wochen, als ich die ersten zwei Dinge der Einkaufsliste beim Bauern besorgen wollte. Mein Bauer hier, der auch die Milchtanke und mittlerweile mehrere Hühnermobile führt! Natürlich gibt es dort auch ein schwarzes Brett, und es fielen mir folgende Worte auf: „Strandkorb abzugeben 50,- EUR“. Ich zögerte nur kurz, denn das passte jetzt wie die Faust aufs Auge.

Kurze Vorgeschichte, seit einigen Wochen träumte ich davon, mir einen Strandkorb für den Garten zuzulegen, denn ich möchte mehr draußen sein. Unsere Wiese wird gar nicht genutzt, Schluß damit. Ich war also geistig schon beim Sparen und überlegen, ob ich mir Ende des Sommers eine „billige Variante“ für einige Hundert Euro erlauben könne….

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Daher kann man ahnen, dass ich gelinde gesagt ausgeflippt bin. Ich wollte schellen, aber eine etwas ältere Hausherrin kam gerade vom Einkaufen. Ich solle ruhig mal ums Haus gehen, es käme gleich jemand. Ich ging ums Haus und war noch nie an meinen fleissigen Hühnern so nah dran.. Sie sahen mich und dachten schon es gäbe was, alle ströhmten auf mich zu, gut, dass dort ein Zaun ist!

Ja und da stand er dann….

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Das gute Stück. Ich muss ihn etwas restaurieren, er hat gewiß schon viel erlebt. Der Bauer und ich wir wurden uns schnell einig. Auch wurde meine Geduld noch etwas auf die Probe gestellt. Heute morgen dann, mitten im Chaos (Sperrmüllabholung, Müllabfuhr und last but not least ein feiner Wasserrohrbruch im Keller) kam der Bauer Junior mit einem Helfer und sie brachten mir meinen Traum vom Sommer bis hinter die Gartentür! Nun steht er immerhin schon mal hier:

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Jetzt fehlt nur noch der Frühling (hier graupelt und schneit es heute, aber was red ich, er fällt irgendwie aus dieses Jahr) und ein freies Wochenende zum werkeln.

Fortsetzung folgt!

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